Was vom Tage übrig bleibt.

Was vom Tage übrig bleibt
sind Pelzlippen und trübe Tassen
schale Augen, der Dunkelheit entgegen
bereit zu töten und zu sterben
nur einen Moment geschlossen
und doch am Leben.

Was vom Tage übrig bleibt
sind lange Straßen im Regen
und graue Augen am Himmel
ohne Sinn und Verstand aufgerichtet
um den Gott zu richten
der sie schuf.

Was vom Tage übrig bleibt
sind leere Räume in vollen Köpfen
und trockene Augen, ausgehungert
nach Tränen die verfallen sind
im Glauben an ein besseres Leben.

Und was vom Tage übrig bleibt
sind vier weiße Wände
die mich fragen, wo bist Du gewesen
hast Du vergessen, daß der Himmel
Deinen Namen nicht kennt?

So starre Augen,
trocken und leer.