Wüste Ödnis.

Graue Schluchten reißen uns
in Täler, trist und traumverhangen
und im trüben Morgendunst
hängt die Zeit, wie Licht gefangen
irisierend in der Luft.

Hilflos starren wir sie nieder,
starren stummen Fischen gleich
mit geschloss’nen Augenlidern
in ein dumpfes Totenreich,
atmen schwer den Totenduft.

Schwarze Löcher hinterlassen
uns’re Herzen öd und wüst
und kein Mensch kann je erfassen
welche Ödnis uns begrüßt,
sonntagfrüh am Galgenbaum.

Deine Augen flackern wütig,
doch Dein Antlitz ist bedrückt.
Leben lastet unermüdlich
auf dem, den es niederdrückt.
„Sonntagfrüh“ ist nur ein Traum.

Du und ich, wir schweigen lieber
lebenslang in uns’rem Grab.
Hoffnungsstaub fällt auf uns nieder
bis er uns begraben hat.
Und das Spiel beginnt von vorn.

Doch die Jahre gleiten weiter,
gleiten hin durch Zeit und Raum.
Gestern noch, da war’n wir heiter.
Heute sterben wir vor Gram.
Morgen werden wir gebor’n.