Zwei Äpfel im Gras.

Gott schickte uns wie Engel
der Zeit entrückt ins All
und ratlos sahen wir
dem Leben ins Gesicht

Gott ließ uns gleich zwei Äpfeln
beisammen fall’n ins Gras
erschrocken blickten wir
einander ins Gesicht

und schweigend lagen wir
und hilflos in der Erde
und witterten die Zeit
die uns erbittert wehrt

und ich erkenne endlich,
daß alles, was mal werde
nicht Du bist und nicht ich
und ewig uns entbehrt

Stumm sahen wir ins Leben
und quälten unsere Herzen,
die wir gebrochen hatten
und fühlten uns betrogen

Doch jenseits aller Wünsche,
durchfloß uns wahre Demut,
und in Dir ist mein Herz
zum Himmel längst erhoben

Schneeschwalben.

Wenn der Himmel sich bricht
über Erde und Meer
ist die Welt nur ein Bogen
um mein Herz, das sich schwer
betrübt und betrogen
dem Leben ergibt
das es nährt, das es liebt.

Wie ein Vogel am Himmel
sich ziert und gebiert
und verunglückt im Flug
durch den Wind, der verirrt
in der Welt sich verliert
weil ein Auto am Wege
ganz ohne Gefühl
auf die Welt schaut und stirbt,

so betrachte ich müßig
dein schönes Gesicht
ohne Glaube an Nachsicht
ohne Glaube an Dich
ohne Angst oder Schrecken
nur verzweifelt erpicht
auf ein Wort und ein Lächeln
in deinem schönen Gesicht.

Es ist Sommer, es schneit
und die Welt ist beglückt
kann nicht fassen, daß sie
soviel Weisheit berückt
und sie strahlt aus den Fugen
im Horizont
mit der Liebe, die einst
mal ein Gott erfand.

Ich begreife so langsam
um was es ihm ging
diesem Gott, der mich schuf
und den Fehler beging
mich zu lehren, wie ich
den Teufel erschlage
denn am Ende blieb nichts
als des Erzengels Klage,
der sich mühsam das Fechten
lehrte.

Ich versinke in Armut
um mich herum
singe Lieder, die einmal
ein Arbeiter sung,
der viel trank und das Leben
verfluchte.
und ich suche den Himmel
nach Schneeschwalben ab
und versinke, versinke
versinke.

Und am Ende, am Ende
da segne ich dich
ich streichle verzückt
dein schönes Gesicht.
Und im Rausch meiner Armut
beglücke ich Dich
und verspreche, verspreche
ich liebe Dich nicht.

Mein Schatz.

Ich habe das Meer berührt.

An einem Strand,
hinter einer trüben Promenade
und ein paar Schafen,
nur einzelnen Rentnern mit Hunden,
saß ich und habe das Meer berührt.

Und wie ich da saß
und mein Bauch schmerzte,
vor soviel Tristesse,
grub ich nach einem Schatz.

Ich fand ihn,
keine zwei Handbreit  tief
im Sand.

Ein Stein,
blank geleckt vom Meer.

Ein Diamant,
wenn man ihn putzt.

Ich putzte und dachte:
„da sitze ich hier,
wo ich nicht hingehöre.“

Doch das Meer ist schön,
wo immer es sich zeigt
und ich habe einen Schatz gefunden,
nur eine Handbreit tief
vergraben.

Und überall im Sand
stand Dein Name,
mit dem Finger geschrieben.

Der Strand hat ihn sich gemerkt.

Und um meinen Schatz gewickelt,
warf ich ihn ins Meer,
damit es ihn mitnimmt
in die Unendlichkeit.

Doch Dein Name kam zu mir zurück.

Und so sah ich teilnahmslos zu,
wie die Gischt mit ihm spielte.